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EVANGELISCH IN WEINHEIM ADVENT 2025 3Die Monate November und Dezember sind wie zwei Kapitel, die unterschiedlicher kaum sein k%u00f6nnten %u2013 und doch geh%u00f6ren sie zusammen.Im November erinnern wir uns an die Dunkelheiten der Geschichte und unseres eigenen Lebens. Volkstrauertag, Bu%u00df- und Bettag, Ewigkeitssonntag: Sie f%u00fchren uns hin zu Fragen nach Schuld, nach Endlichkeit, nach dem, was verloren ist. Wir gedenken der Toten, wir tragen Trauer, wir halten inne. Es sind Tage, an denen die Dunkelheit sp%u00fcrbar wird %u2013 drau%u00dfen in den kurzen, tr%u00fcben Tagen, und drinnen in unseren Herzen.Und dann kommt der Dezember mit dem Advent. Kerzen werden angez%u00fcndet. Ein Licht nach dem anderen w%u00e4chst, bis es an Weihnachten hell wird: Gott selbst kommt in unsere Dunkelheiten hinein: %u201eDas Licht scheint in der Finsternis%u201c (Johannes 1,5). Mitten in eine Welt, die Krieg, Schuld und Leid kennt, kommt das Kind in der Krippe. Ein Zeichen: Es wird nicht DUNKEL bleiben.Darum geh%u00f6rt beides zusammen. Wer den November ernst nimmt und bewusst lebt, kann den Dezember tiefer verstehen. Wer wei%u00df, wie dunkel es werden kann, sieht das Licht umso klarer. Gott verspricht nicht, dass es keine Finsternis gibt. Aber er verspricht: Sie hat nicht das letzte Wort.So w%u00fcnsche ich uns in diesen Wochen: Dass wir das DUNKEL nicht verdr%u00e4ngen, sondern es Gott hinhalten %u2013 und dass wir zugleich das Licht erwarten, das st%u00e4rker ist als jede Nacht.Pfarrer Detlev SchillingEs wird nicht DUNKEL bleiben

